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Mit der Bewerbung überzeugen!

Dos und Don´ts bei der Bewerbung

Die heiße Phase der Bewerbungen läuft. Einige von Euch haben sicherlich schon die ein oder andere Bewerbung geschrieben und wissen, dass es unglaublich viel zu beachten gilt. Doch es gibt einige Punkte, die nicht nur wichtig sind, sondern die tatsächlich dazu führen können, dass Eure Bewerbung ad acta gelegt wird.

Was schätzt Ihr wie viel Zeit sich ein Personalverantwortlicher für das erste Durchblättern Eurer Bewerbung nimmt? Erschreckend wenig! Studien belegen, dass sich die Dauer auf durchschnittlich lediglich 30-60 Sekunden beschränkt. In dieser Zeit entscheidet sich also, ob Eure Bewerbung interessant ist oder nicht. Doch auf was achtet ein Personalverantwortlicher?

Wenn er eine Bewerbungsmappe aufschlägt, hat er in der Regel Euer Anschreiben, ein Deckblatt und Euren Lebenslauf vor sich liegen. Sie sind damit Euer zentrales Mittel, um Euren potentiellen Arbeitgeber von Euch zu überzeugen.

Bewerbungstipps

Das Anschreiben

Bei der postalischen Bewerbung liegt das Anschreiben zuoberst auf der Bewerbung – außerhalb der Bewerbungsmappe! Typischerweise ist es in drei Bereiche zu unterteilen: Der Kopf wird durch die jeweiligen Adressblöcke von Absender und Empfänger, Datum und Betreffzeile gebildet. Es folgt der inhaltliche Abschnitt mit Einleitung und dem Haupt- bzw. Argumentationsteil. Am Ende befindet sich eine passende Grußformel, eure Unterschrift und ggf. der Verweis auf beigefügte Anlagen. Beschränkt Euch hierbei auf ein bis zwei Seiten.

Grundsätzlich ist wichtig, dass Eure Bewerbung ein einheitliches, stimmiges Gesamtbild abgibt. Als Orientierungshilfe könnt Ihr die DIN 5008, eine Vorschrift für die Textverarbeitung, zu Rate ziehen, dies ist aber nicht zwingen notwendig. Achtet aber bitte darauf, dass Ihr den gewählten Stil der Bewerbung von der ersten bis zur letzten Seite einhaltet. Nichts ist schlimmer, als eine wechselnde Schriftgröße, oder eine andere Schriftart, denn das führt zu dem Rückschluss, dass Ihr überhaupt keine Lust auf die Ausbildungsstelle habt.

Was den Inhalt betrifft, geht es im Anschreiben vor allem darum, Euch selber zu bewerben. Ihr beginnt am besten damit zu erwähnen, wie Ihr auf die Stelle aufmerksam geworden seid. Dann gilt es Interesse zu wecken: Was reizt Euch an dem Job, warum passt die Stelle genau zu Euch?

Dann geht Ihr dazu über, Euch vorzustellen. Was ist Eure derzeitige Tätigkeit, welche Schule habt Ihr besucht? Anschließend erzählt Ihr von Euren Fähigkeiten und Eignungen. Was könnt Ihr besonders gut, was habt Ihr im Laufe Eures Lebens bereits erlernt? Welche Vorteile sprechen für Euch?

Zum Schluss kommen ein paar organisatorische Dinge, wie zum Beispiel der frühstmögliche Eintrittstermin oder Euer Gehaltswunsch (wenn gewünscht).

Das Deckblatt

Ob Ihr Eurer Bewerbung ein Deckblatt beifügt oder nicht, ist letztlich Euch überlassen. Es wirkt definitiv sehr dekorativ. Zudem hebt sich die Bewerbung optisch von den anderen Bewerbungen ab und wirkt sehr professionell. Auch sieht der Empfänger, dass die Bewerbung individuell gestaltet und somit kein Massenprodukt ist. Für Euer Bewerbungsfoto hat ein Deckblatt den Vorteil, dass es besser zu Geltung kommt. Allerdings rate ich Euch bei einer E-Mail Bewerbung von einem Deckblatt ab, denn es sorgt dafür dass der Empfänger weiter nach unten scrollen muss.

Das Bewerbungsfoto

Achtet bei Eurem Bewerbungsfoto darauf, dass es ein professioneller Fotograf geschossen hat. Hierbei gibt es auch keine zwei Meinungen. Jegliche Bilder die mit dem Handy, in einem Fotoautomaten usw. geschossen wurden, sind absolut inakzeptabel. Ob es allerdings ein schwarz-weiß Bild oder eine Farbaufnahme ist, bleibt Euch überlassen.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf muss vor allem eins sein: übersichtlich. Entsprechend solltet Ihr einen tabellarischen Lebenslauf einem ausformulierten Lebenslauf vorziehen. Die jeweiligen Lebensereignisse wie beispielsweise Eure schulische Laufbahn oder Praktika stehen stichwortartig mit Zeitangaben in zeitlicher Abfolge untereinander. Beschränkt Euch wie bei Eurem Anschreiben auf maximal zwei Seiten.

Sonstiges

Reiten, Lesen, Freunde treffen: Wie steht es mit den Hobbys? Hier scheiden sich die Geister, ob man diese aufführt oder nicht. Meiner Meinung nach solltet Ihr alles aufführen, was dem Gesamtbild Eurer Person dienlich ist. Treibt Ihr einen Gemeinschaftssport? Dann zeigt Ihr damit Teamfähigkeit und Kampfgeist. Leitet Ihr eine Jugendgruppe? Dann beweist Ihr Führungsqualitäten. Selbst wenn Ihr Euch für Mode interessiert kann man dies als Stilsicherheit werten. Seid Euch einzig darüber im Klaren, ob Euer Hobby zu Eurem angestrebten Ausbildungsplatz passt.

Zudem solltet Ihr Euch einen Augenblick Zeit nehmen, um Euren öffentlichen Internetauftritt zu überprüfen. Auch Personalverantwortliche sind entgegen ihrem Ruf im heutigen Zeitalter angekommen – und ja, sie suchen Euch hin und wieder sogar über Facebook. Die letzte Partynacht, bei der Ihr halbnackt auf dem Dach eines Polizeiautos den Gangnam Style vollführt habt, mag sicherlich im Freundeskreis super ankommen, ein Personalverantwortlicher wird sich aber fragen, ob das Unternehmen zukünftig derart repräsentiert werden soll. Schaut Euch also genau an, was für die Öffentlichkeit bestimmt ist und was nicht.

Für weiterführende Informationen kann ich Euch ein paar gute Internetseiten und ein Buch empfehlen. Dort findet Ihr auch Bewerbungsvorlagen, welche Ihr downloaden und verwendet könnt.

Bewerbungsunterlagen Download

Buchtipp: Professionelles Bewerben

Ratgeber Bewerbung

Autoberufe: Tipps und Trick für die Bewerbung

Und wenn Ihr noch Betriebe sucht die ausbilden, schaut Euch mal in unserer Azubibörse um:

www.autoberufe.de/azubiboerse

In diesem Sinne wünsche Ich Euch ein schönes Restwochenende und hoffentlich erfolgreiche Bewerbungen!

Eure Claudia

Fotos: www.depositphotos.com

3 Comments

  1. Salmen sagt:

    Bewerbungsschreiben sind wirklich fürchterlich aber was ich jeden mit auf den weg geben kann, ist das man nicht so schnell aufgibt.

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