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Mobbing: Wie verhalte ich mich richtig?

Wie man mit Mobbing umgeht

Mobbing bezeichnet die systematische Ausgrenzung und Erniedrigung eines anderen Menschen durch eine oder mehrere Personen. Diese Angriffe geschehen mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Die Arten des Mobbings sind sehr vielfältig, zielen aber immer darauf ab, denjenigen zu kränken. Die Opfer müssen sich oftmals mit folgenden Verhaltensweisen auseinander setzen:

  • Verbreitung falscher Tatsachen
  • Ausgrenzung und Sticheleien
  • Zuweisung sinnloser oder unter dem Niveau liegenden Arbeitsaufgaben
  • Sexuelle oder rassistische Anspielungen
  • Wichtige Informationen werden verweigert
  • Man wird als unfähig dargestellt
  • Beleidigungen

Sport als Ausgleich

Warum gemobbt wird

Die Ursachen warum es überhaupt zum Mobbing kommt, können sehr verschieden sein: Neid, Stress am Arbeitsplatz, Missgunst, Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, Unbeliebtheit bei Kollegen, strategisches Mobben um einen Mitarbeiter aus dem Unternehmen zu vertreiben oder aber einfach nur Stress im Privatleben…

Aber ganz egal, was die Ursachen sind und ob Mobbing durch Kollegen oder sogar den Vorgesetzten stattfindet: Man sollte dies immer ernst nehmen und prompt reagieren, denn diese seelischen Belastungen führen oft zu Erkrankungen des Körpers, also zu psychosomatischen Krankheiten.

Schon nach wenigen Tagen können Beschwerden auftreten. Magen- und Darmprobleme, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen.

Welche Maßnahmen könnt Ihr ergreifen?

Das Wichtigste: Den Kummer über die Kränkungen nicht in Euch hineinfressen!

  • Am besten wendet Ihr Euch erst einmal an eine Vertrauensperson aus der Familie oder Eurem Freundeskreis. Es hilft immer, ein persönliches Problem mit jemandem zu besprechen, der Euch nahe steht.
  • Ihr solltet Euch direkt von Anfang an wehren. Je früher Ihr Euch wehrt und damit zeigt, dass man sich mit Euch nicht alles erlauben kann, desto größer die Chance, den Konflikt im Keim zu ersticken. Auch wenn Ihr Euch vor dem Konflikt scheut – das ist normal. Den meisten Menschen geht es so. Der Angreifer muss merken, dass er es mit einem Gegner zu tun hat, der sich nicht alles gefallen lässt. Wenn Ihr Euch nicht wehrt und schweigt, werdet Ihr immer mehr zum Opfer.

Herausforderungen in der Ausbildung

Oder womit ein Mobber in der Regel auch nicht rechnet: Fragt ihn doch mal, was er genau mit seiner Bemerkung meint oder bezwecken will. Das bringt manchen Angreifer leicht aus seinem „Konzept“.

  • Wendet Euch möglichst bald an eine Vertrauensperson im Betrieb– zum Beispiel an den Vorgesetzten oder einen vertrauten Kollegen, den Ausbilder oder, falls vorhanden, den Betriebsrat. Der Vorgesetzte und der Ausbilder eines Betriebes haben Fürsorgepflichten. Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr am Ausbildungsplatz weder körperlich noch seelisch gefährdet seid. Damit sie Dir helfen können, müssen sie aber natürlich erstmal informiert werden. Falls Dein direkter Vorgesetzter oder Dein Ausbilder Teil des Mobbings ist, kannst Du eine Ebene höher gehen.
  • Zum Beispiel bieten auch betriebsexterne Ansprechpartner wie Mobbing-Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, die Arbeitsagenturen, Gewerkschaften und die Ausbildungsberatung der zuständigen Kammern Informationen und Hilfe an. Hier kannst Du Dich jederzeit melden, wenn Du Hilfe brauchst.
  • Führe ein Tagebuch: Du solltest alle Vorfälle möglichst genau dokumentieren. Wer hat was, wann zu wem gesagt und wer war noch dabei? Oder wer hat wann was getan und wer war noch dabei? Alles sollte möglichst genau aufgeschrieben werden. Auf dieses Tagebuch kannst du später zurückgreifen. Du kannst dann bei einem späteren Gespräch oder einem Verfahren genau nachvollziehen, von wem die Schikane ausging und wer mitgemacht hat.
  • Sprich den Täter darauf an: Falls es möglich ist, versuche mit dem Mobber persönlich zu sprechen. Bereite Dich gut vor, in dem Du Dir bestimmte Situationen überlegst bzw. aus dem Tagebuch entnimmst, in denen Du Dich gemobbt gefühlt hast. Nimm am besten Deinen Ausbilder und / oder Vorgesetzten zu diesem Gespräch mit  Dieser kann als Moderator bzw. Vermittler agieren und die Situation entsprechend begleiten und entschärfen.

Wenn aber alle Stricke reißen, kannst Du auch über den Wechsel der Ausbildungsstelle nachdenken. Aber lass Dich hierzu erst von Deiner zuständigen Stelle, Deinem Ausbilder oder Lehrer beraten.

Viele Grüße
Eure Claudia

Fotos: www.depositphotos.com

4 Comments

  1. Ricke sagt:

    Sehr Schöner und wie immer Aktueller Beitrag für Dank für die vielen Tollen Tipps.

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