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Tipps für Dein Vorstellungsgespräch

Deine Bewerbung hast Du abgeschickt und plötzlich kommt der langersehnte Anruf „Wir laden Sie zu einem Vorstellungsgespräch ein“. Kein Grund zur Panik! Mit unseren Tipps wirst Du das Gespräch mit links meistern.

Vorbereitung

Bevor es überhaupt zu einer Begrüßung kommt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Das ist nichts Wildes, aber in jedem Fall wichtig – immerhin ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete! Wir haben Euch die wichtigsten Punkte in einer Checkliste zusammengefasst:

Checkliste:

  • Fahre rechtzeitig zu Hause los
  • Zu spät kommen ist ein No-Go!
  • Gehe 5-10 Minuten vorher hinein, sei auf jeden Fall früher da.
  • Unbedingt zwei komplette Bewerbungsmappen mitbringen:
    Die erste ist für Dich, die zweite in Reserve,
    falls Dein Gesprächspartner die Unterlagen
    nicht vorliegen hat
  • Notizblock und Stift sind ebenfalls wichtig: Hier können schon Fragen
    stehen, die Du stellen möchtest und Du kannst
    wichtige Gesprächsergebnisse festhalten
  • Einladungsschreiben in die Tasche stecken
  • Wichtige Informationen über den Betrieb sammeln
  • Sind Outfit und Schuhe sauber und ggf. gebügelt?
  • Passt Dein Outfit zum Unternehmen und sind Piercings und
    Tattoos ggf. bedeckt oder herausgenommen? Besser zu schick,
    als umgekehrt!
  • Ist Dein Make Up dezent?
  • Ist Deine Frisur ordentlich

Wenn Du diese Punkte alle berücksichtigst, bist Du schon einmal bestens gerüstet. Nun kann das Gespräch also kommen! Wie genau läuft so eine Vorstellung aber ab und auf welche Fragen musst Du Dich einstellen? Keine Panik! In der Regel gliedert sich ein Vorstellungsgespräch in vier Phasen, die sich oftmals sehr ähneln. 

  1. Die Begrüßung

Im Grunde genommen beginnt das Gespräch nicht mit der Begrüßung selbst, sondern mit dem Blickkontakt und Deinem persönlichen Auftreten. Du solltest nicht gelangweilt mit Kopfhörern im Wartebereich sitzen und Dein Handy am besten direkt im Vorfeld schon ausgeschaltet haben. Achte darauf, dass Du angemessene, saubere Kleidung trägst und Dein Gegenüber mit einem Lächeln begrüßt. Bedanke Dich für die Einladung und zeige ihm, dass Du Dich wirklich freust.

Die eigentliche Begrüßung wird oftmals durch Smalltalk eröffnet. Häufig kommt eine Eisbrecher-Frage, wie z. B. ob Du gut hingefunden hast. Sage auf jeden Fall immer ja, selbst wenn Deine Bahn ausgefallen ist und Du in Zeitnot geraten bist – erwähne dies auf keinen Fall. Natürlich kannst auch Du so beginnen, solltest Du Dir allerdings unsicher sein, verzichte am besten darauf oder übe es vorher mit ein paar Freunden.

Anschließend kann eine kurze Vorstellung des Unternehmens folgen, bei der Du gut aufpassen solltest. Nicht selten werden im Gesprächsverlauf ein paar Sachen „heimlich“ abgefragt. Entsprechend kann ich Dir nur empfehlen, Dich bereits im Vorfeld mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen. Selbst wenn Dir das alles dann schon bekannt vorkommt, folge den Ausführungen des Personalverantwortlichen aufgeschlossen und begleite alle Fragen und Antworten mit freundlicher Mimik und Gestik.

  1. Fragen zu Deiner Person

 Bereite Dich darauf vor, dass Dir im Gesprächsverlauf Fragen zu Deinem bisherigen Werdegang und Deiner Persönlichkeit gestellt werden. Antworte auf diese Fragen prägnant und präzise, Ausschweifungen wirken oft als würdest Du etwas verbergen wollen. Die meisten Antworten lassen sich jedoch vorhersehen, so dass Du Dir schon im Vorfeld Gedanken machen kannst, was Du antworten möchtest. Hierzu haben wir Euch am Ende dieses Beitrages noch einen Buchtipp aufgeführt.

Anknüpfungspunkte sind zum Beispiel Deine Praktika, Ferienjobs, Hobbys usw., quasi alles, was Du als Grundlage verwenden kannst, warum Du für diesen Job der oder die Richtige bist. Eine Frage, die sehr häufig vorkommt, ist z. B., welche Stärken und Schwächen Du hast. Auf diese Frage solltest du auf jeden Fall gefasst sein und eine Antwort parat haben.

Ob Du nun kreativ oder stressresistent bist, ein Organisationstalent oder gut Konflikte lösen kannst: Überzeuge Dein Gegenüber von Dir! Gib aber auch Schwächen ehrlich zu solange sie Dich in Deiner Jobwahl nicht beeinträchtigen. Also Kfz-Mechatroniker kein Gefühl oder Verständnis für Autos mitzubringen, käme nicht sonderlich gut an. Bist Du aber manchmal einfach ein wenig schüchtern, brauchst morgens vielleicht erst einmal einen starken Kaffee um wach zu werden oder kannst schwer nein sagen, ist dies alles kein Problem „einzugestehen.“ Im Gegenteil, es macht Dich authentisch und sympathisch.

  1. Fragen zu Deiner Schulzeit und / oder Ausbildung 

In der dritten Phase deines Gesprächs wird der Betrieb und die angebotene Ausbildung im Vordergrund stehen. Es wird interessante Einblicke und Antworten geben, die Du konzentriert verfolgen und notieren solltest. Deine Berufswahl, Stärken und Schwächen, Vorkenntnisse und Wissen über die Ausbildung – all dies wird unter die Lupe genommen. Solltest Du Fragen haben, habe auf keinen Fall Scheu davor, sie zu stellen, denn damit signalisierst Du Interesse.

  1. Das Gesprächsende

Zu guter Letzt wirst Du in die Schlussphase deines Gesprächs gelangen. In der Regel wird man dich fragen, ob Du noch irgendwelche Fragen hast. Denke immer daran: Es gibt keine blöden Fragen, es gibt nur blöde Antworten. Sprich alles an, was noch nicht beantwortet wurde. Schau einfach auf Deinem Notizblock nach, auch das zeigt nochmals, dass Du den Termin sehr ernst nimmst. Sollte nichts mehr zu klären sein, bedanke Dich höflich für das Vorstellungsgespräch. Gerne darfst Du auch nochmals Dein Interesse an der Ausbildungsstelle bekräftigen und Dich dann mit einem festen Händedruck verabschieden.

Unser Buchtipp für Dich: 111 Arbeitgeberfragen.

So und nun hoffen wir, dass Du bestens aufgestellt bist auf dem Weg zu einer erfolgreichen Ausbildung. Wir wünschen Dir dabei viel Erfolg. Und wenn Du noch weitere Tipps hast für ein erfolgreiches Gespräch hast oder bereits Erfahrungen hast, poste uns dies gerne hier als Kommentar.

Viele liebe Grüße
Deine Claudia

 

Fotnachweis: www.depositphotos.com

 

2 Comments

  1. GEORGE sagt:

    Das ist ein wirklich guter Artikel. Tolle Blogs auf der Webseite. Kompliment für die tolle Arbeit.

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